Medikamentöse Therapie der Erektilen Dysfunktion

Die Reinvent- und Restore-Studie zur täglichen Einnahme von Vardenafil

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Potenzprobleme: Vardenafil zur nachweislichen Stärkung der Manneskraft
Potenzstörungen - Eine Umfrage der Medizinischen Hochschule Hannover bestätigte: Für Frauen ist der eigentliche Geschlechtsverkehr wichtiger als das Vorspiel. Sie möchten nur ungern auf den Orgasmus mit ihrem Partner verzichten. Welche Wünsche Frauen haben und was das für Männer mit einer Potenzschwäche (Fachbegriff: erektile Dysfunktion) bedeutet, untersucht Professor Dr. Uwe Hartmann, Medizinische Hochschule Hannover.

Die Prolaktin Konzentration belegt die Intensität eines Orgasmus
In Bezug auf die Wünsche der Frauen beim Intimkontakt stellte sich bei der Umfrage einer Arbeitsgruppe von Professor Dr. Uwe Hartmann heraus, dass für den Großteil der 102 befragten Frauen zum befriedigenden Sex ein vollendeter Geschlechtsverkehr mit dem eigenen Partner gehört. Professor Hartmann erklärte das Ergebnis vor allem mit der emotionalen Bindung zum Partner. Nie ist man sich im Alltag so nah und vertraut wie beim Intimverkehr.

Laboruntersuchungen zeigen, dass die besondere Nähe beim Geschlechtsakt mit der Produktion bestimmter Hormone korreliert. So läßt sich bei Frauen nach dem Geschlechtsakt Prolaktin nachweisen, dessen Konzentration im Blut um bis zu 400 Prozent höher ist als beispielsweise nach einer Masturbation. Das Hormon Prolaktin erzeugt ein tiefes Gefühl von Befriedigung und Verliebtheit und gilt wissenschaftlich als Gradmesser für die Sättigung des sexuellen Verlangens.


Die Art der Befriedigung und das Alter entscheiden bei der Frau über den Grad der Zufriedenheit Grafik: Bayer Vital GmbH

Geschlechtsakt wichtig für Frauen
Das Gefühl der höchsten Zufriedenheit tritt laut Befragung ausschließlich nach dem Geschlechtsverkehr ein. Ist kein Orgasmus möglich, werden Männer mit erektiler Dysfunktion häufig von Versagensängsten, Unlust und Selbstvorwürfen geplagt. Da für den erfüllten Geschlechtsakt nicht nur eine Erektion erforderlich ist, sondern auch Härte und Dauer der Erektion eine wichtige Rolle spielen, gelangen Männer mit Erektionsstörungen häufig unter zusätzlichen psychischen Druck. Das Problem der Erektilen Dysfunktion potenziert sich. Um aus dem Teufelskeis herauszukommen, müssen die Männer das Problem offen mit ihrer Partnerin besprechen. Halten Erektionsstörungen länger als drei Monate an, ist von einer Erektilen Dysfunktion auszugehen.

Bekannt ist, dass die Erektile Dysfunktion auch Vorbote eines Herzinfarkts sein kann, der fünf bis sieben Jahre nach den ersten Anzeichen der Erektilen Dysfunktion auftritt. Daher sind die Ursachen der ED mit dem Facharzt abzuklären. Die therapeutischen Möglichkeiten sind vielseitig und reichen von mechanischen Hilfsmitteln bis hin zur medikamentösen Behandlung.



Vardenafil verhilft zu einer längeren Erektionsdauer und somit zu einem befriedigenden Geschlechtsverkehr
Vardenafil ist ein Wirkstoff aus der Substanzklasse der PDE-5-Hemmer, die zur oralen Behandlung der erektilen Dysfunktion eingesetzt werden. Studien belegen, dass neuartige Wirkstoffe wie Vardenafil Männern mit einer erektilen Dysfunktion zu einer anhaltenden und befriedigenden Erektion in Bezug auf Härte des Penis und Dauer der Erektion verhelfen können.

Bei den durchgeführten Studien handelte es sich um randomisierte, doppelblind und durch Placebo kontrollierte Studien. 395 Männer mit Potenzschwäche nahmen an der ersten Studie teil. Sie litten außerdem an einer Fettstoffwechselstörung, waren entweder stark übergewichtig (51 Prozent), hatten Bluthochdruck (61 Prozent) oder Diabetes (40 Prozent). Bei den Teilnehmern war die Erketionsdauer für einen befriedigenden, erfüllten Geschlechtsakt, wenn überhaupt vorhanden, nicht ausreichend. Nach einer dreimonatigen Einnahme von Vardenafil, jeweils nur vor dem Geschlechtsverkehr, konnte eine dreifache Verlängerung der durchschnittlichen Erektionsdauer auf zirka 10 Minuten festgestellt werden. Bei der Gruppe der Männer, die lediglich ein Scheinmedikament (Placebo) verabreicht bekamen, änderte sich nichts: 3,4 Minuten lang konnten sie eine Erektion halten.

“ENDURANCE“-Studie
Eine zweite Studie, die „ENDURANCE“-Studie fand mit 201 Teilnehmern statt. In der Studie erhielten die Männer Vardenafil in einer Dosierung von zehn Milligramm bei Bedarf – oder ein Placebo. Nach einer Therapie-Pause von einer Woche wurden die Behandlungen mit Wirkstoff bzw. Placebo getauscht, so dass die Männer in der Placebo-Gruppe nun den echten Wirkstoff erhielten und umgekehrt. Auch diese Studien-Teilnehmer hatten Begleiterkrankungen, wie z.B. Bluthochdruck, Diabetes oder starkes Übergewicht, die als häufige Ursache einer Potenzschwäche angesehen werden.

Wie bereits in der ersten Studie wurde die Dauer der Erektion unter Vardenafil deutlich gesteigert. Im Schnitt dauerte die Erektion bis zum erfolgreichen Abschluss des Geschlechtsverkehrs 13 Minuten. Bei Placebo, war – wenn überhaupt – nach spätestens fünf Minuten Schluss mit der Erektion. Ausgewertet wurden auch hier ausschließlich Patienten, die den Geschlechtsverkehr erfolgreich abgeschlossen hatten. Professor Dr. Frank Sommer vom Universitäts-Klinikum Hamburg-Eppendorf erläuterte: „Die Studien belegen, dass die Einnahme von Vardenafil das Stehvermögen erheblich verlängern und den Liebesakt damit erfolgreich machen kann.“

Vardenafil - Einnahme bei Bedarf ausreichend
Ob es sinnvoll ist, das Präparat regelmässig also vorbeugend einzunehmen, war Gegenstand einer weiteren Untersuchung, die "RESTORE"-Studie. Bei dieser Studie nahmen Männer mit leichter bis mittelgradiger Potenzstörung teil. Zwischen 12 und 24 Wochen lang nahmen die Teilnehmer das Präparat täglich ein. Es konnte sich aber kein Vorteil durch die ständige Einnahme darstellen. Die Studie zeigte, das eine Einnahme kurz vor dem Geschlechtsverkehr ausreichend ist, um die erwünschte Wirkung zu erhalten. Das Präparat kann also gezielt, das heißt bei Bedarf und somit geldsparend eingesetzt werden.

Professor Dr. Theodor Klotz vom Klinikum Weiden konnte das Studienergebnis auch hinsichtlich einer täglichen Anwendung von PDE-5-Inhibitoren mit dem Ziel der Vorbeugung einer erektilen Dysfunktion nach nervenschonender Prostatektomie bei Krebs bestätigen. In einer weltweiten Studie („REINVENT“) wurde gezeigt, dass die Wirksamkeit bei der bedarfsgerechten Einnahme genauso gut war, wie bei einer täglichen Verabreichung. „Die Studie belegte erneut, das die bedarfsgerechte Einnahme von Vardenafil die wirtschaftlichere und für die Patienten angenehmere ist“, so Professor Klotz.

Außerdem wurde die gute Verträglichkeit in den Studien untermauert. Bislang ist Vardenafil das einzige Mittel in der Wirkstoffgruppe der PDE-5-Inhibitoren, bei dem ein positiver Einfluss auf die Dauer der Erektion nachgewiesen ist. (MEDIZIN ASPEKTE M.Wolff, 03/2009)

Quelle
Pressekonferenz „Sex – länger, effektiver, besser? Neue Erkenntnisse zur optimalen Therapie bei erektiler Dysfunktion“
Veranstalter: Bayer Vital GmbH
Hamburg, 5. März 2009

Referenten
  • Prof. Dr. Uwe Hartmann, Hannover
    Höhere Zufriedenheit durch partnerschaftlichen Sex
  • Prof. Dr. Frank Sommer, Hamburg
    Sex – länger, effektiver, besser? „Die Erektionsdauer“
  • Prof. Dr. Theodor Klotz, Weiden
    Therapie der erektilen Dysfunktion: Bringt die Dauereinnahme von PDE5-Inhibitoren einen therapeutischen Vorteil?


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