Die Erektile Dysfunktion - Ursachen und Therapie
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Erektile Dysfunktion behandeln - Erektionsstörungen belasten die Psyche des Mannes und seine Partnerschaft
Erektile Dysfunktion, umgangssprachlich auch als Erektionsstörung und Potenzschwäche bekannt, ist bei 4 bis 6 Millionenen Männern im Alter von 20 bis 75 Jahren ein Thema. Es wird jedoch tabuisiert und führt zu vermeidbaren psychischen und partnerschaftlichen Belastungen, denn nur 15-20% der Patienten sind in Behandlung. Dabei könnte auch der schweigenden Mehrheit, immerhin mehr als 3 Millionen Männern, medizinisch geholfen werden. Nach Expertenschätzungen sind weltweit 16 % aller Männer zwischen 20 und 75 Jahren betroffen, also 152 Millionen Männer, die unter Erektionsproblemen leiden. Die Tendenz weist für die kommenden Jahre steigende Patientenzahlen aus.
Risikofaktoren für die Erektile Dysfunktion

Organische Störungen sind häufig Ursache einer Erektilen Dysfunktion (Bild-Quelle: Dr. Kornelia Hackl)
Erektile Dysfunktion - die wissenschaftliche Erklärung
Als erektile Dysfunktion (ED) wird das ständige oder wiederholte Unvermögen des Mannes bezeichnet, eine für ein befriedigendes Sexualleben ausreichende Erektion des Gliedes zu erzielen oder beizubehalten. Laut Definition müssen die Erektionsstörungen mindestens seit sechs Monaten bestehen.
Erektile Dysfunktion - Arzt und Patient sind zu mehr Offenheit aufgefordert
Während die Vorsorgeuntersuchung der Frau beim Gynäkologen gut etabiert ist, tut „mann“ sich mit urologischen Untersuchungen unverändert schwer. Weshalb? Überwiegen Scham oder Angst? Oder fehlt es dem Mann einfach nur an überzeugender Information, mit der die Basis für einen vertrauensvollen Dialog zwischen Arzt und Patient geschaffen werden kann?
Ist der Mann erst einmal in der Praxis, sollte im Zuge einer innovativen Gesundheitsvorsorge der Arzt präventiv in seinen Sprechstunden auch auf das Thema erektile Dysfunktion(ED) zu sprechen kommen.
Erektile Dysfunktion – Erektionsstörung als Vorbote chronischer Krankheiten
Endokrinologen haben in Studien festgestellt, daß die Erektile Dysfunktion nicht nur eine Folge arteriosklerotischer Veränderungen der Gefäße im Penis sein kann. Auch andere organische Störungen, wie Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen und Einflüsse von Medikamenten oder Drogen sind als Ursachen in Betracht zu ziehen. Insgesamt wird die ED in 70% der Fälle auf solche organischen Störungen zurückgeführt. Versagensängste, Stress und Störungen in der Partnerschaft sind zwar nicht zu vernachlässigende psychische Ursachen, spielen aber eher eine untergeordnete Rolle.
Die Erektionsstörung ist oftmals der äußerlich registrierbare Vorbote chronischer Krankheiten. Dazu gehören Arteriosklerose, Adipositas, Diabetes und Hypertonie. Im Blutbild sind krankhafte Cholesterin- und Insulinwerte die inneren Vorboten. Bei detaillierteren Untersuchungen wird ferner häufig auch ein Testosteronmangel deutlich.
Testosteronmangel (Hypogonadismus) wird durch eine Blutwertbestimmung festgestellt
Bei den organischen Störungen ist ein Testosteronmangel als mögliche Ursache der Erektionsstörung zu berücksichtigen. Äußeres Anzeichen eines Testosteronmangels ist für den geübten Arztblick der Männerbauch, verharmlosend auch als „Strandperle“ bezeichnet. Dahinter verbirgt sich die mit dem Alter des Mannes immer größer werdende Ansammlung im Bauchraum von visceralem Fettgewebe und der Ausbildung einer „visceralen Adipositas“, die von einem Testosteronmangel begleitet wird.
Zur genauen Diagnose wird eine Blutprobe genommen. Da der Wert des freien Testosterons (ca. 1%) im Blut sehr stark schwankt, wird der Androgenindex bestimmt, der neben dem freien Testosteron vor allem die Menge des Sexualbindenden Globulins (SHGB) berücksichtigt.
Der Testosteronmangel (Hypogonadismus) hat weitreichende Folgen für den Mann, da Testosteron als wichtigstes Hormon der Männer nicht nur die Arterien des Körpers und des Penis als Zielorgan hat. Testosteron beeinflusst auch den Muskelaufbau im gesamten Körper, den Cholesterinmetabolismus, den Knochenaufbau und den Haarwuchs, aber auch Abläufe im Gehirn. Daher ist es nicht verwunderlich, wenn Männer mit Testosteronmangel unter Erektionsstörungen leiden und über Lustlosigkeit, Nervosität, depressiven Verstimmungen und Konzentrationsschwächen klagen.
Die Therapie der Erektilen Dysfunktion
Nach Aussage von Dr. Kornelia Hackl, Urologin und Andrologin aus München, kann die Erektile Dysfunktion nach eingehendem Arzt- Patienten- Gespräch und einer gründlichen Abklärung organischer wie psychischer Störungen gut therapiert werden. Medikamentös sind die durch die Presse bekannten Medikamente zur Versteifung des Glieds die anerkannteste Lösung. Bei den verschreibungspflichtigen Arzneimitteln handelt es sich um PDE-5-Inhibitoren, die das Enzym Phosphodiesterase hemmen und damit den Abbau der Mediatoren blockieren, die erforderlich sind, damit sich in den Schwellkörpern die glatte Muskulatur entspannt. Denn erst wenn die Muskelfasern in den Schwellkörpern des Penis entspannt sind, kann soviel Blut in den Penis einströmen, daß dieser steif wird. Im erigierten Zustand steigt der Blutfluß um die bis zu 50-fache Menge im Vergleich zum Normalzustand.
Mechanismus der Erektion

Erst wenn sich die Muskulatur in den Schwellkörpern des Penis entspannt, kann vermehrt Blut in die arteriellen Hohlräume fließen. PDE-5-Inhibitoren forcieren diesen Vorgang. (Bild-Quelle: Dr. Kornelia Hackl)
Ist Testosteronmangel diagnostiziert worden, sollte das Hormon Testosteron medikamentös zugeführt werden und die Therapie mit PDE-5-Inhibitoren begleiten. Sollten medizinische Gründe gegen die medikamentöse Behandlung der ED mit den PDE-5-Blocker sprechen, stehen dem Arzt weitere Möglichkeiten der medizinischen Hilfe zur Verfügung, so Dr. Hackl. Dazu gehören die Vakuum-Erektionshilfe, Medikamente, die in die Harnröhre eingespritzt werden und Injektionen in die Schwellkörper. Operative Eingriffe am Schwellkörper oder den Gefäßen des Penis haben häufig nicht zu den gewünschten Erfolgen geführt.
Mit den vorhandenen Möglichkeiten zur Therapie der Erektilen Dysfunktion kommt es nicht nur zu einer Verbesserung des Selbstwertgefühls der Betroffenen sondern auch zu einer deutliche Verbesserung der Lebensqualität des Mannes bis hin zu einer Wiederbelebung der zwischenmenschlichen Beziehung in der Partnerschaft. Da jede unbehandelte Erektile Dysfunktion immer auch Vorbote einer Koronaren Herzerkrankung (KHK) ist, sollten Männer mit Erektionsstörungen Mut fassen, zum Arzt gehen und das Problem offen ansprechen. Urologen oder Endokrionologen sind hier die ausgewiesenen Spezialisten. (Dr. Joachim Wolff, MEDIZIN ASPEKTE 06/08)
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Quelle
Veranstaltung am 12.06.2008 in München
Thema
Wenn die männliche "Strandperle" immer weiter wächst.
Testosteronmangel, erektile Dysfunktion und metaboliches Syndrom - Zusammenhänge und Behandlungsmöglichkeiten
Veranstalter: Bayer HealthCare
Referenten
Risikofaktoren für die Erektile Dysfunktion

Organische Störungen sind häufig Ursache einer Erektilen Dysfunktion (Bild-Quelle: Dr. Kornelia Hackl)
Erektile Dysfunktion - die wissenschaftliche Erklärung
Als erektile Dysfunktion (ED) wird das ständige oder wiederholte Unvermögen des Mannes bezeichnet, eine für ein befriedigendes Sexualleben ausreichende Erektion des Gliedes zu erzielen oder beizubehalten. Laut Definition müssen die Erektionsstörungen mindestens seit sechs Monaten bestehen.
Erektile Dysfunktion - Arzt und Patient sind zu mehr Offenheit aufgefordert
Während die Vorsorgeuntersuchung der Frau beim Gynäkologen gut etabiert ist, tut „mann“ sich mit urologischen Untersuchungen unverändert schwer. Weshalb? Überwiegen Scham oder Angst? Oder fehlt es dem Mann einfach nur an überzeugender Information, mit der die Basis für einen vertrauensvollen Dialog zwischen Arzt und Patient geschaffen werden kann?
Ist der Mann erst einmal in der Praxis, sollte im Zuge einer innovativen Gesundheitsvorsorge der Arzt präventiv in seinen Sprechstunden auch auf das Thema erektile Dysfunktion(ED) zu sprechen kommen.
Erektile Dysfunktion – Erektionsstörung als Vorbote chronischer Krankheiten
Endokrinologen haben in Studien festgestellt, daß die Erektile Dysfunktion nicht nur eine Folge arteriosklerotischer Veränderungen der Gefäße im Penis sein kann. Auch andere organische Störungen, wie Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen und Einflüsse von Medikamenten oder Drogen sind als Ursachen in Betracht zu ziehen. Insgesamt wird die ED in 70% der Fälle auf solche organischen Störungen zurückgeführt. Versagensängste, Stress und Störungen in der Partnerschaft sind zwar nicht zu vernachlässigende psychische Ursachen, spielen aber eher eine untergeordnete Rolle.
Die Erektionsstörung ist oftmals der äußerlich registrierbare Vorbote chronischer Krankheiten. Dazu gehören Arteriosklerose, Adipositas, Diabetes und Hypertonie. Im Blutbild sind krankhafte Cholesterin- und Insulinwerte die inneren Vorboten. Bei detaillierteren Untersuchungen wird ferner häufig auch ein Testosteronmangel deutlich.
Erektile Dysfunktion
Die Erektile Dysfunktion - Ursachen und Therapie
Dr. med. Kornelia Hackl
Testosteronmangel (Hypogonadismus) wird durch eine Blutwertbestimmung festgestellt
Bei den organischen Störungen ist ein Testosteronmangel als mögliche Ursache der Erektionsstörung zu berücksichtigen. Äußeres Anzeichen eines Testosteronmangels ist für den geübten Arztblick der Männerbauch, verharmlosend auch als „Strandperle“ bezeichnet. Dahinter verbirgt sich die mit dem Alter des Mannes immer größer werdende Ansammlung im Bauchraum von visceralem Fettgewebe und der Ausbildung einer „visceralen Adipositas“, die von einem Testosteronmangel begleitet wird.
Zur genauen Diagnose wird eine Blutprobe genommen. Da der Wert des freien Testosterons (ca. 1%) im Blut sehr stark schwankt, wird der Androgenindex bestimmt, der neben dem freien Testosteron vor allem die Menge des Sexualbindenden Globulins (SHGB) berücksichtigt.
Der Testosteronmangel (Hypogonadismus) hat weitreichende Folgen für den Mann, da Testosteron als wichtigstes Hormon der Männer nicht nur die Arterien des Körpers und des Penis als Zielorgan hat. Testosteron beeinflusst auch den Muskelaufbau im gesamten Körper, den Cholesterinmetabolismus, den Knochenaufbau und den Haarwuchs, aber auch Abläufe im Gehirn. Daher ist es nicht verwunderlich, wenn Männer mit Testosteronmangel unter Erektionsstörungen leiden und über Lustlosigkeit, Nervosität, depressiven Verstimmungen und Konzentrationsschwächen klagen.
Die Therapie der Erektilen Dysfunktion
Nach Aussage von Dr. Kornelia Hackl, Urologin und Andrologin aus München, kann die Erektile Dysfunktion nach eingehendem Arzt- Patienten- Gespräch und einer gründlichen Abklärung organischer wie psychischer Störungen gut therapiert werden. Medikamentös sind die durch die Presse bekannten Medikamente zur Versteifung des Glieds die anerkannteste Lösung. Bei den verschreibungspflichtigen Arzneimitteln handelt es sich um PDE-5-Inhibitoren, die das Enzym Phosphodiesterase hemmen und damit den Abbau der Mediatoren blockieren, die erforderlich sind, damit sich in den Schwellkörpern die glatte Muskulatur entspannt. Denn erst wenn die Muskelfasern in den Schwellkörpern des Penis entspannt sind, kann soviel Blut in den Penis einströmen, daß dieser steif wird. Im erigierten Zustand steigt der Blutfluß um die bis zu 50-fache Menge im Vergleich zum Normalzustand.
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Erst wenn sich die Muskulatur in den Schwellkörpern des Penis entspannt, kann vermehrt Blut in die arteriellen Hohlräume fließen. PDE-5-Inhibitoren forcieren diesen Vorgang. (Bild-Quelle: Dr. Kornelia Hackl)
Ist Testosteronmangel diagnostiziert worden, sollte das Hormon Testosteron medikamentös zugeführt werden und die Therapie mit PDE-5-Inhibitoren begleiten. Sollten medizinische Gründe gegen die medikamentöse Behandlung der ED mit den PDE-5-Blocker sprechen, stehen dem Arzt weitere Möglichkeiten der medizinischen Hilfe zur Verfügung, so Dr. Hackl. Dazu gehören die Vakuum-Erektionshilfe, Medikamente, die in die Harnröhre eingespritzt werden und Injektionen in die Schwellkörper. Operative Eingriffe am Schwellkörper oder den Gefäßen des Penis haben häufig nicht zu den gewünschten Erfolgen geführt.
Mit den vorhandenen Möglichkeiten zur Therapie der Erektilen Dysfunktion kommt es nicht nur zu einer Verbesserung des Selbstwertgefühls der Betroffenen sondern auch zu einer deutliche Verbesserung der Lebensqualität des Mannes bis hin zu einer Wiederbelebung der zwischenmenschlichen Beziehung in der Partnerschaft. Da jede unbehandelte Erektile Dysfunktion immer auch Vorbote einer Koronaren Herzerkrankung (KHK) ist, sollten Männer mit Erektionsstörungen Mut fassen, zum Arzt gehen und das Problem offen ansprechen. Urologen oder Endokrionologen sind hier die ausgewiesenen Spezialisten. (Dr. Joachim Wolff, MEDIZIN ASPEKTE 06/08)
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Veranstalter: Bayer HealthCare
Referenten
- Prof. Dr. Armin Heufelder
Internist und Endokrinologe, München
"Risiko Mann" - Metabolisches Syndrom, erektile Dysfunktion und Testosteronmangel
- Dr. Kornelia Hackl
Urolgin ud Andrologin, München
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