Leukämie: Veränderungen an Chromosomen helfen bei Diagnose und Therapie
Leukämie ist die krankhaft vermehrte Bildung weißer Blutkörperchen, den Lymphozyten. Lymphozyten werden in zwei große Gruppen unterteilt, die B-Lymphozyten (B-Zellen) und die T-Lymphozyten (T-Zellen), von denen aktive und weniger aktive Subtypen bekannt sind. Lymphozyten sind Zellen unseres Lymphsystems.
Krankhaft veränderte B-Lymphocyten und T-Lymphozyten können Lymphome verursachen, das sind krankhafte Schwellungen der Lymphknoten, Leber und Milz. Neben diesen Symptomen sind erhöhte Temperatur, Infektionsanfälligkeit, Abgeschlagenheit, Blässe aber auch Knochenschmerzen typische Anzeichen.
Cytogenetik sichert Diagnostik
Die Ursachen der Leukämie sind noch nicht geklärt. Als Verursacher werden aber Viren, Umwelteinflüsse und genetische Veränderungen und familiäre Vorbelastungen diskutiert. Diese genetischen Veränderungen werden zur Abklärung einer sicheren Diagnose „Leukämie“ herangezogen und ermöglichen eine differenzeirte Therapie. Häufigste Form ist nach Prof. Hallek, Universitätsklinik Köln, mit 40-50% ein verändertes Chromosom 13. Auch bei der chronisch-lymphatischen Leukämie wird ein verkürztes Chromosom 13 festgestellt.
Erfreulich ist, dass bei der Mehrzahl der Betroffenen mit verändertem Chromosom 13 keinerlei Beschwerden auftreten und sie unbeschwert leben können. Bei 90% der Patienten mit chronisch myeloischer Leukämie (CML) werden Verkürzungen des Chromsoms 17 festgestellt. Die CML erfordert eine intensive Behandlung.
Da auch für andere Leukämie-Typen chromosomale Verkürzungen (Deletionen) und Mutationen typisch sind, gehört für Prof. Hallek die cytogenetische Abklärung zur Sicherstellung der Diagnose „Leukämie“ unumgänglich vor einer Therapie dazu. (MEDIZIN ASPEKTE Dr. Joachim Wolff 01/2009)
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Quellen
Krankhaft veränderte B-Lymphocyten und T-Lymphozyten können Lymphome verursachen, das sind krankhafte Schwellungen der Lymphknoten, Leber und Milz. Neben diesen Symptomen sind erhöhte Temperatur, Infektionsanfälligkeit, Abgeschlagenheit, Blässe aber auch Knochenschmerzen typische Anzeichen.
Cytogenetik sichert Diagnostik
Die Ursachen der Leukämie sind noch nicht geklärt. Als Verursacher werden aber Viren, Umwelteinflüsse und genetische Veränderungen und familiäre Vorbelastungen diskutiert. Diese genetischen Veränderungen werden zur Abklärung einer sicheren Diagnose „Leukämie“ herangezogen und ermöglichen eine differenzeirte Therapie. Häufigste Form ist nach Prof. Hallek, Universitätsklinik Köln, mit 40-50% ein verändertes Chromosom 13. Auch bei der chronisch-lymphatischen Leukämie wird ein verkürztes Chromosom 13 festgestellt.
Erfreulich ist, dass bei der Mehrzahl der Betroffenen mit verändertem Chromosom 13 keinerlei Beschwerden auftreten und sie unbeschwert leben können. Bei 90% der Patienten mit chronisch myeloischer Leukämie (CML) werden Verkürzungen des Chromsoms 17 festgestellt. Die CML erfordert eine intensive Behandlung.
CLL - Chronisch-Lymphatische Leukämie 2009
Paradigmenwechsel in der Therapie der Chronisch-Lymphatischen Leukämie (CLL)
Da auch für andere Leukämie-Typen chromosomale Verkürzungen (Deletionen) und Mutationen typisch sind, gehört für Prof. Hallek die cytogenetische Abklärung zur Sicherstellung der Diagnose „Leukämie“ unumgänglich vor einer Therapie dazu. (MEDIZIN ASPEKTE Dr. Joachim Wolff 01/2009)
Lesen Sie auch
- Non-Hodgkin-Lymphom: Targeted Therapy mit Antikörper Rituximab führt zum Paradigmenwechsel in der Leukämie-Therapie verschiedener Formen des NHL
- Chronisch Lymphatische Leukämie (CLL)
Quellen
- Hallek M et al. 50th ASH Annual Meeting, San Francisco, 6. - 9. Dezember 2008; Abstr. #325
Vorträge der Post ASH Pressekonferenz 2009
- Neues vom ASH: Paradigmenwechsel in der CLL
Veranstalter: Roche Pharma AG- Antikörpertherapie mit Rituximab in der Hämatologie:
Gegenwart und Zukunft
Dr. Oliver Bleck, BU Leitung Hämatologie
Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
- Neues vom ASH: aktuelle Studienergebnisse zur chronisch-lymphatischen Leukämie (CLL)
Daten der CLL8-Studie
Professor Dr. Michael Hallek,
Direktor der Klinik I für Innere Medizin,
Universitätsklinik zu Köln
- Längeres krankheitsfreies Überleben bei der CLL
Nutzen für den Patienten – eine Kasuistik
Dr. Barbara Eichhorst,
Klinik I für Innere Medizin,
Universitätsklinik zu Köln
- Antikörpertherapie mit Rituximab in der Hämatologie:
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