Stottern - darauf sollte man achten
Stottern ist eine Redeflußstörung, die sich in vielfältiger Form zeigen kann. Die häufigste Form ist eine Silben- oder Wortwiederholung, oder/und sogenannte Blocks, in denen der betreffende Sprecher an einem Konsonanten oder Vokal "hängen bleibt". Weiterhin ist auch das vermehrte Benutzen von Füllwörtern wie "eh, na, also, und" zu beobachten. Stottern tritt meist situativ auf, d.h. beim Sprechen mit Tieren, Kleinkindern und wenn Stotterer alleine sind, ist in der Regel keine Symptomatik vorhanden.
Stottern ist meist keine Reaktion auf ein traumatisches Ereignis in der Kindheit! Es gibt zur Zeit keine schlüssige Erklärung für die Ursache des Stotterns, sondern lediglich verschiedene Erklärungsmodelle, die von neurologischen Ansätzen, erblich bedingten Ursachen bis hin zu sozial-psychologischen Erklärungen reichen.
Etwa ein Prozent aller Erwachsenen stottert, bei Kindergartenkindern sind es oft mehr als fünf Prozent. Weshalb die Sprachstörung bei den meisten Kindern verschwindet, in manchen Fällen jedoch ein Leben lang andauert, ist unbekannt. Bisherige Forschungsergebnisse deuten allerdings auf einen starken genetischen Hintergrund der andauernden Störung hin.
Wissenschaftler aus Hamburg und Göttingen haben die Hirnaktivität von 15 Stotterern mit Hilfe tomografischer Aufnahmen untersucht und mit jener einer gleich großen Kontrollgruppe ohne Sprachfehler verglichen. Das Ergebnis: Bei den Stotterern war ein Teil der linken Gehirnhälfte, der Sprechen und Grammatik plant, nur unzureichend mit einem Gehirnzentrum verknüpft, welches unter anderem für die Bewegungen des Kehlkopfes zuständig ist. Bis zu 30 Prozent der Nervenverbindungen fehlten in diesem Bereich verglichen mit der nicht-stotternden Kontrollgruppe. Die Forscher um Christian Büchel und seine Kollegen sehen darin einen wichtigen Grund für die Sprachstörung.
Wie sollte ich mich gegenüber Personen verhalten, die gerade stottern? Diese Frage ist relativ leicht zu beantworten, aber am schwierigsten umzusetzen: Genauso wie mit jedem anderen Gesprächspartner. Das heißt, nehmen Sie sich die Zeit und hören Sie zu, wenn es Sie interessiert, was Ihr Gesprächspartner zu sagen hat. Oder fragen Sie ihn doch einfach, wie Sie sich am besten verhalten sollen. Er gibt Ihnen bestimmt gerne Auskunft.
Es gibt 2 grundsätzlich verschiedene Therapieansätze, nämlich flüssiges Sprechen lernen und das Stottern bewußt verändern. In den letzten Jahren hat sich das Modell Bewußtes Stottern immer mehr durchgesetzt. Nicht zuletzt dadurch, daß bei dem ersten Modell die Rückfallquote relativ hoch ist, was immer eine riesige Frustration bei den betreffenden Personen bedeutet.
In jedem Fall bedeutet Therapie immer das Erlernen, mit dem Stottern umzugehen, weil nicht das Stottern das eigentliche Problem ist, sondern der Umgang mit dem Stottern. Die häufigste Reaktion ist das sogenannte Vermeideverhalten, das sich von "sich während des Sprechens Ersatzwörter überlegen" bis hin zur absoluten Isolierung aus der Gesellschaft äußern kann.
Diesen "Teufelskreis" durchbrechen zu können, ist die Schwierigkeit bei diesem Therapiemodell. Es fordert vom Stotterer eiserne Disziplin und Selbstvertrauen. Aber die ersten Teilerfolge geben einen ausreichenden Motivationsschub, der es ermöglicht, die Therapie durchzuhalten. (Vokler Glaser)
Weitere Informationen:
http://www.sprachheilpaedagogik.de/stottern
Stottern ist meist keine Reaktion auf ein traumatisches Ereignis in der Kindheit! Es gibt zur Zeit keine schlüssige Erklärung für die Ursache des Stotterns, sondern lediglich verschiedene Erklärungsmodelle, die von neurologischen Ansätzen, erblich bedingten Ursachen bis hin zu sozial-psychologischen Erklärungen reichen.
Etwa ein Prozent aller Erwachsenen stottert, bei Kindergartenkindern sind es oft mehr als fünf Prozent. Weshalb die Sprachstörung bei den meisten Kindern verschwindet, in manchen Fällen jedoch ein Leben lang andauert, ist unbekannt. Bisherige Forschungsergebnisse deuten allerdings auf einen starken genetischen Hintergrund der andauernden Störung hin.
Wissenschaftler aus Hamburg und Göttingen haben die Hirnaktivität von 15 Stotterern mit Hilfe tomografischer Aufnahmen untersucht und mit jener einer gleich großen Kontrollgruppe ohne Sprachfehler verglichen. Das Ergebnis: Bei den Stotterern war ein Teil der linken Gehirnhälfte, der Sprechen und Grammatik plant, nur unzureichend mit einem Gehirnzentrum verknüpft, welches unter anderem für die Bewegungen des Kehlkopfes zuständig ist. Bis zu 30 Prozent der Nervenverbindungen fehlten in diesem Bereich verglichen mit der nicht-stotternden Kontrollgruppe. Die Forscher um Christian Büchel und seine Kollegen sehen darin einen wichtigen Grund für die Sprachstörung.
Wie sollte ich mich gegenüber Personen verhalten, die gerade stottern? Diese Frage ist relativ leicht zu beantworten, aber am schwierigsten umzusetzen: Genauso wie mit jedem anderen Gesprächspartner. Das heißt, nehmen Sie sich die Zeit und hören Sie zu, wenn es Sie interessiert, was Ihr Gesprächspartner zu sagen hat. Oder fragen Sie ihn doch einfach, wie Sie sich am besten verhalten sollen. Er gibt Ihnen bestimmt gerne Auskunft.
Es gibt 2 grundsätzlich verschiedene Therapieansätze, nämlich flüssiges Sprechen lernen und das Stottern bewußt verändern. In den letzten Jahren hat sich das Modell Bewußtes Stottern immer mehr durchgesetzt. Nicht zuletzt dadurch, daß bei dem ersten Modell die Rückfallquote relativ hoch ist, was immer eine riesige Frustration bei den betreffenden Personen bedeutet.
In jedem Fall bedeutet Therapie immer das Erlernen, mit dem Stottern umzugehen, weil nicht das Stottern das eigentliche Problem ist, sondern der Umgang mit dem Stottern. Die häufigste Reaktion ist das sogenannte Vermeideverhalten, das sich von "sich während des Sprechens Ersatzwörter überlegen" bis hin zur absoluten Isolierung aus der Gesellschaft äußern kann.
Diesen "Teufelskreis" durchbrechen zu können, ist die Schwierigkeit bei diesem Therapiemodell. Es fordert vom Stotterer eiserne Disziplin und Selbstvertrauen. Aber die ersten Teilerfolge geben einen ausreichenden Motivationsschub, der es ermöglicht, die Therapie durchzuhalten. (Vokler Glaser)
Weitere Informationen:
http://www.sprachheilpaedagogik.de/stottern
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