Ernährungsverhalten: Wissen allein reicht nicht aus

Wir alle wissen es längst: Gesunde und leistungsfähige Kinder brauchen vollwertiges Essen und Trinken. Um ein gesundes Ernährungsverhalten zu erlernen, brauchen sie gute Vorbilder und möglichst früh Unterstützung - auch im Kindergarten und in der Schule. Das ist auch nicht neu. Aber wie kann das in der Praxis aussehen? Kinder können lernen, zwischen "guten" und "schlechten" Lebensmitteln zu unterscheiden. Aber das reicht noch lange nicht aus. Vielmehr geht es darum, mit ihnen gemeinsam zu erarbeiten, wie gesundes Ess- und Trinkverhalten in ihrem persönlichen Alltag aussehen könnte.

Anstatt aus Langeweile vor dem Fernseher Süßigkeiten zu futtern, sollen sie Spaß daran haben, aktiv zu werden, zu spielen oder sich selbst gesundes Essen zuzubereiten. Deshalb setzen die Konzepte der Ernährungsbildung und -erziehung darauf, die emotionale Intelligenz und Selbständigkeit der Kinder zu fördern. Handlungs- und erlebnisorientierte Lernmethoden mit einem direkten Alltagsbezug versprechen dabei den besten Transfer. Denn hier steht nicht Wissensvermittlung, sondern Kompetenzerwerb im Vordergrund.

In Spielen, Experimenten, Gruppenaufgaben und praktischen Übungen können Kinder ohne erhobenen Zeigefinger ausprobieren, sich untereinander austauschen und ganz nebenbei einen persönlichen und praktikablen Ernährungsstil entwickeln. Auch Rituale, auf die sich die Kinder regelmäßig freuen können, sind sinnvoll. Sie geben ihnen Strukturierungs- und damit Orientierungshilfen. Ein wöchentliches Pyramidenfrühstück, zu dem jeder eine "Spezialität" beisteuert, wird bestimmt mit Begeisterung von den Kindern aufgenommen.(aid)




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