Allergie: Der Frühling ist da - Der Heuschnupfen auch
Jetzt hat sie wieder begonnen, die Zeit der juckenden Augen und laufenden Nasen. Dabei ist der Begriff "Heuschnupfen" eigentlich nicht ganz korrekt - die Betroffenen reagieren nicht auf Heu, sondern auf die Pollen von Gräsern und Bäumen.
Die Augen sind leicht gerötet und tränen. Man muss ständig niesen und bekommt oftmals schlecht Luft und leidet unter Kopfschmerzen. Die Asthmatiker kennen diese saisonal bedingten Symptome nur zu gut. Im Frühling ist es wieder soweit. Frühlingszeit heißt für viele Heuschnupfenzeit. Der Heuschnupfen (Pollinosis) zählt zu den asthmatischen Erkrankungen. Verursacher und Auslöser von Heuschnupfen können unter anderem Pollen von Gräsern und Bäumen sein. Immer mehr Menschen können den Frühling mit den ersten warmen Sonnenstrahlen nicht so richtig genießen. Sie leiden unter Heuschnupfen. Statistiken weisen alarmierende Ergebnisse auf: Jeder dritte Deutsche leidet heutzutage an irgendeiner Form von Allergie. Jeden Vierten der 20- bis 44-Jährigen quält ein allergischer Schnupfen, und 40 Prozent der ganzjährigen Heuschnupfen-Patienten erkranken sogar an Asthma. Tendenz steigend.
Wie kommt es zum Heuschnupfen?
Besonders in den Frühlingsmonaten, wenn der Pollenflug einsetzt leiden die Asthmatiker stark unter den Symptomen der Allergie.
Wie kommt es überhaupt zum Heuschnupfen? Der Heuschnupfen ist ein recht bekanntes Beispiel für eine allergische Reaktion. Auch das Asthma ist bei vielen Menschen allergisch bedingt. Wir wissen heute, dass Asthma eine chronisch entzündliche Atemwegserkrankung ist. Wenn die Pollen mit den Schleimhäuten der Nase und den Augen in Kontakt kommen, öffnen sich die Pollen und setzen dabei Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße frei. Normalerweise erkennt das Immunsystem die Pollen als harmlose Fremdkörper und reagiert gelassen. Anders bei Heuschnupfenpatienten. Die Körper-Abwehr versucht die Pollen-Eiweiße zu bekämpfen. Manche Schleimhautzellen bilden Antikörper, die man als medizinische Immunglobuline E (IgE) bezeichnet. Sobald wieder Pollen mit den Schleimhäuten in Kontakt treten, wiederholt sich dieser Abwehrmechanismus und es werden erneut große Mengen Antikörper freigesetzt. Die Antikörper bilden eine Verknüpfung mit den Mastzellen. Die Mastzellen sind spezielle weiße Blutkörperchen. Es kommt nun zur Freisetzung von Histamin, welches die bekannten Symptome bei Heuschnupfen hervorruft: Niesen und jucken der Augen.
Primäre Auslöser des Heuschnupfens
Ein Großteil der Menschen reagiert vor allem auf Gräser- und Haselnusspollen allergisch. Besonders der Haselnuss-Strauch entfaltet im Monat März seine Hauptblüte. Im April und Mai schließen sich Hainbuche, Pappel, Weide, Ulme, Esche und Birke an. Die Asthmabeschwerden können sich dann deutlich verschlechtern. Eine strikte Allergenkarenz, also das Meiden dieser Auslöser, ist für Allergiker besonders wichtig. Als Hauptauslöser für Heuschnupfen sind die Pollen der Gräser und Bäume verantwortlich.
Februar bis Mai frühblühende Bäume
Mai bis Juli sowie
Mitte August bis Mitte September Gräser und Getreide
Frühherbst Vielzahl von Kräuter
Das können Sie tun
Das tägliche Haarewaschen, geschlossene Fenster und die Verwendung von Pollenfiltern im Auto sind eine wertvolle Unterstützung um den Kontakt mit den Pollen zu begrenzen. In aller Regel muss zudem die medikamentöse Behandlung den wechselnden Beschwerden entsprechend angepasst werden. Die dazu erforderlichen Anweisungen sollten jedoch unbedingt vor Beginn der Pollenzeit mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.
Dem Heuschnupfenpatienten stehen eine Vielzahl an medikamentösen Produkten und Therapien zur Eindämmung der Symptome bei Heuschnupfen zur Verfügung. Wichtig ist bei allen gewählten Methoden, dass der Patient mit der Behandlung bereits vor dem Beginn der Pollenflugsaison beginnt. Von den Ärzten wird hier der Zeitraum im Herbst empfohlen. Um das richtige Präparat oder auch die richtige Therapie für Sie zu finden, ist es wichtig, dass Sie Ihren Arzt über Ihre Symptome eingehend informieren. Er wird nach intensiven Gesprächen mit Ihnen und einigen Tests, dass für Sie geeignete Produkt bestimmen.
Therapien bei Heuschnupfenbeschwerden
Stabilisierung der Mastzellen
Bereits zwei bis drei Wochen vor der Pollensaison sollten Sie mit der Mastzellenstabilisierung beginnen. Nehmen Sie ein Nasenspray und/oder Ihre Augentropfen viermal täglich während der gesamten Pollensaison ein. Informieren Sie sich bei Ihrem Arzt welche Nasensprays und/oder Augentropfen für Sie und Ihre Kinder am Besten für eine Langzeittherapie geeignet sind. Diese Therapie empfiehlt sich besonders bei schwachen Symptomen des Heuschnupfens. Nasensprays sind jedoch nicht unbedenklich über einen langen Zeitraum einsetzbar. Bei zu langem, unsachgemäßem Gebrauch werden die Schleimhäute stark in Mitleidenschaft gezogen und sie trocknen aus. Hierbei kann es zu einer Verschlimmerung der allergischen Reaktionen kommen.
Einnahme von Antihistaminika
Bei akuten Beschwerden und auch zur täglichen Vorbeugung sind besonders Antihistaminika zur Syptombekämpfung geeignet. Hierbei wird die Wirkungsweise von Histamin und somit die Symptome wie Niesreize und tränende Augen effektiv bekämpft. Antihistaminika wird in tablettenform einmal täglich eingenommen. Bevor Sie sich für ein Antihistaminika-Präparat entscheiden, sollten Sie mit Ihrem Arzt die Wirkungsweise sowie die Nebenwirkungen abklären. Er wird Sie ausreichend informieren und ein Präparat empfehlen.
Die Nasendusche
Wenn Sie tagsüber ein Nasenspray verwenden, so sollten Sie abends vor dem Schlafengehen eine Nasendusche benutzen. Durch die Verwendung einer Nasendusche werden die Schleimhäute gründlich befeuchtet und gereinigt. Pollen, die sich auf den Schleimhäuten abgelagert haben, werden durch die Nasendusche regelrecht davon gespült. Ihre Beschwerden lassen sich somit einfach und effizient mindern.
Antihistaminika und Kortison
Eine Vielzahl von Patienten befürworten eine Kombination aus Kortison und Antihistaminika. Das Antihistaminika hat eine schnelle Wirkung. Das Kortison hingegen wirkt langsam, hat aber einen ausgeprägten antiallergischen Effekt. Die Nebenwirkungen von Kortisonpräparaten sind heute aufgrund von ständig weiterentwickelten Medikamenten sehr begrenzt.
Die Impfung – Eine spezifische Immuntherapie bei Heuschnupfen
Die Spezifische Immuntherapie (SIT) wird auch als Hyposensibilisierung bezeichnet. Man spricht hier auch von einer Art Impfung, bei der die Empfindlichkeit gegenüber einer Allergie auslösenden Substanz (Allergen) minimiert wird. Der Allergiker wird wiederholt mit der individuellen, auf den Allergiker abgestimmten Substanz, die bei ihm eine Allergie auslöst, in Kontakt gebracht. Wer gegen Pollen von Gräsern und Bäumen allergisch reagiert, sollte mit der Hyposensibilisierung bereits im Herbst beginnen. In den meisten Fällen wird die Substanz unter die Haut (subkutan) des Oberarms gespritzt. Die ersten vier Injektionen werden innerhalb von vier bis sechs Wochen verabreicht. Die Konzentration erhöht sich dabei zu Beginn der Therapie im Wochen-Rhythmus, später werden die Injektionen monatlich verabreicht. Die Therapiedauer variiert von Patient zu Patient. Manche Therapien können bis zu drei Jahren andauern. Der Körper wird somit immer wieder mit den Allergenen in Kontakt gebracht. Er durchläuft bei dieser Methode eine regelrechte Abhärtungsprozedur gegen die ausgetesteten, allergieauslösenden Substanzen. Neben dem Spritzen der Substanzen in der Arztpraxis bietet sich auch die Möglichkeit eines Pollen-Cocktails für zu Hause an. Ob dieser ebenso effektiv wie eine Injektion ist, ist individuell abzuklären. Ebenso gibt es eine Hyposensibilisierung in Tablettenform. Das Medikament enthält Gräserpollen von Wiesenlieschgras. Die Einnahme sollte mindestens vier Monate vor der Gräserpollensaison beginnen und während der gesamten Gräserpollensaison fortgesetzt werden.
(Katharina Brellochs, MEDIZIN ASPEKTE, 03,08)
Die Augen sind leicht gerötet und tränen. Man muss ständig niesen und bekommt oftmals schlecht Luft und leidet unter Kopfschmerzen. Die Asthmatiker kennen diese saisonal bedingten Symptome nur zu gut. Im Frühling ist es wieder soweit. Frühlingszeit heißt für viele Heuschnupfenzeit. Der Heuschnupfen (Pollinosis) zählt zu den asthmatischen Erkrankungen. Verursacher und Auslöser von Heuschnupfen können unter anderem Pollen von Gräsern und Bäumen sein. Immer mehr Menschen können den Frühling mit den ersten warmen Sonnenstrahlen nicht so richtig genießen. Sie leiden unter Heuschnupfen. Statistiken weisen alarmierende Ergebnisse auf: Jeder dritte Deutsche leidet heutzutage an irgendeiner Form von Allergie. Jeden Vierten der 20- bis 44-Jährigen quält ein allergischer Schnupfen, und 40 Prozent der ganzjährigen Heuschnupfen-Patienten erkranken sogar an Asthma. Tendenz steigend.
Wie kommt es zum Heuschnupfen?
Besonders in den Frühlingsmonaten, wenn der Pollenflug einsetzt leiden die Asthmatiker stark unter den Symptomen der Allergie.
Wie kommt es überhaupt zum Heuschnupfen? Der Heuschnupfen ist ein recht bekanntes Beispiel für eine allergische Reaktion. Auch das Asthma ist bei vielen Menschen allergisch bedingt. Wir wissen heute, dass Asthma eine chronisch entzündliche Atemwegserkrankung ist. Wenn die Pollen mit den Schleimhäuten der Nase und den Augen in Kontakt kommen, öffnen sich die Pollen und setzen dabei Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße frei. Normalerweise erkennt das Immunsystem die Pollen als harmlose Fremdkörper und reagiert gelassen. Anders bei Heuschnupfenpatienten. Die Körper-Abwehr versucht die Pollen-Eiweiße zu bekämpfen. Manche Schleimhautzellen bilden Antikörper, die man als medizinische Immunglobuline E (IgE) bezeichnet. Sobald wieder Pollen mit den Schleimhäuten in Kontakt treten, wiederholt sich dieser Abwehrmechanismus und es werden erneut große Mengen Antikörper freigesetzt. Die Antikörper bilden eine Verknüpfung mit den Mastzellen. Die Mastzellen sind spezielle weiße Blutkörperchen. Es kommt nun zur Freisetzung von Histamin, welches die bekannten Symptome bei Heuschnupfen hervorruft: Niesen und jucken der Augen.
Primäre Auslöser des Heuschnupfens
Ein Großteil der Menschen reagiert vor allem auf Gräser- und Haselnusspollen allergisch. Besonders der Haselnuss-Strauch entfaltet im Monat März seine Hauptblüte. Im April und Mai schließen sich Hainbuche, Pappel, Weide, Ulme, Esche und Birke an. Die Asthmabeschwerden können sich dann deutlich verschlechtern. Eine strikte Allergenkarenz, also das Meiden dieser Auslöser, ist für Allergiker besonders wichtig. Als Hauptauslöser für Heuschnupfen sind die Pollen der Gräser und Bäume verantwortlich.
Februar bis Mai frühblühende Bäume
Mai bis Juli sowie
Mitte August bis Mitte September Gräser und Getreide
Frühherbst Vielzahl von Kräuter
Das können Sie tun
Das tägliche Haarewaschen, geschlossene Fenster und die Verwendung von Pollenfiltern im Auto sind eine wertvolle Unterstützung um den Kontakt mit den Pollen zu begrenzen. In aller Regel muss zudem die medikamentöse Behandlung den wechselnden Beschwerden entsprechend angepasst werden. Die dazu erforderlichen Anweisungen sollten jedoch unbedingt vor Beginn der Pollenzeit mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.
Dem Heuschnupfenpatienten stehen eine Vielzahl an medikamentösen Produkten und Therapien zur Eindämmung der Symptome bei Heuschnupfen zur Verfügung. Wichtig ist bei allen gewählten Methoden, dass der Patient mit der Behandlung bereits vor dem Beginn der Pollenflugsaison beginnt. Von den Ärzten wird hier der Zeitraum im Herbst empfohlen. Um das richtige Präparat oder auch die richtige Therapie für Sie zu finden, ist es wichtig, dass Sie Ihren Arzt über Ihre Symptome eingehend informieren. Er wird nach intensiven Gesprächen mit Ihnen und einigen Tests, dass für Sie geeignete Produkt bestimmen.
Therapien bei Heuschnupfenbeschwerden
Stabilisierung der Mastzellen
Bereits zwei bis drei Wochen vor der Pollensaison sollten Sie mit der Mastzellenstabilisierung beginnen. Nehmen Sie ein Nasenspray und/oder Ihre Augentropfen viermal täglich während der gesamten Pollensaison ein. Informieren Sie sich bei Ihrem Arzt welche Nasensprays und/oder Augentropfen für Sie und Ihre Kinder am Besten für eine Langzeittherapie geeignet sind. Diese Therapie empfiehlt sich besonders bei schwachen Symptomen des Heuschnupfens. Nasensprays sind jedoch nicht unbedenklich über einen langen Zeitraum einsetzbar. Bei zu langem, unsachgemäßem Gebrauch werden die Schleimhäute stark in Mitleidenschaft gezogen und sie trocknen aus. Hierbei kann es zu einer Verschlimmerung der allergischen Reaktionen kommen.
Einnahme von Antihistaminika
Bei akuten Beschwerden und auch zur täglichen Vorbeugung sind besonders Antihistaminika zur Syptombekämpfung geeignet. Hierbei wird die Wirkungsweise von Histamin und somit die Symptome wie Niesreize und tränende Augen effektiv bekämpft. Antihistaminika wird in tablettenform einmal täglich eingenommen. Bevor Sie sich für ein Antihistaminika-Präparat entscheiden, sollten Sie mit Ihrem Arzt die Wirkungsweise sowie die Nebenwirkungen abklären. Er wird Sie ausreichend informieren und ein Präparat empfehlen.
Die Nasendusche
Wenn Sie tagsüber ein Nasenspray verwenden, so sollten Sie abends vor dem Schlafengehen eine Nasendusche benutzen. Durch die Verwendung einer Nasendusche werden die Schleimhäute gründlich befeuchtet und gereinigt. Pollen, die sich auf den Schleimhäuten abgelagert haben, werden durch die Nasendusche regelrecht davon gespült. Ihre Beschwerden lassen sich somit einfach und effizient mindern.
Antihistaminika und Kortison
Eine Vielzahl von Patienten befürworten eine Kombination aus Kortison und Antihistaminika. Das Antihistaminika hat eine schnelle Wirkung. Das Kortison hingegen wirkt langsam, hat aber einen ausgeprägten antiallergischen Effekt. Die Nebenwirkungen von Kortisonpräparaten sind heute aufgrund von ständig weiterentwickelten Medikamenten sehr begrenzt.
Die Impfung – Eine spezifische Immuntherapie bei Heuschnupfen
Die Spezifische Immuntherapie (SIT) wird auch als Hyposensibilisierung bezeichnet. Man spricht hier auch von einer Art Impfung, bei der die Empfindlichkeit gegenüber einer Allergie auslösenden Substanz (Allergen) minimiert wird. Der Allergiker wird wiederholt mit der individuellen, auf den Allergiker abgestimmten Substanz, die bei ihm eine Allergie auslöst, in Kontakt gebracht. Wer gegen Pollen von Gräsern und Bäumen allergisch reagiert, sollte mit der Hyposensibilisierung bereits im Herbst beginnen. In den meisten Fällen wird die Substanz unter die Haut (subkutan) des Oberarms gespritzt. Die ersten vier Injektionen werden innerhalb von vier bis sechs Wochen verabreicht. Die Konzentration erhöht sich dabei zu Beginn der Therapie im Wochen-Rhythmus, später werden die Injektionen monatlich verabreicht. Die Therapiedauer variiert von Patient zu Patient. Manche Therapien können bis zu drei Jahren andauern. Der Körper wird somit immer wieder mit den Allergenen in Kontakt gebracht. Er durchläuft bei dieser Methode eine regelrechte Abhärtungsprozedur gegen die ausgetesteten, allergieauslösenden Substanzen. Neben dem Spritzen der Substanzen in der Arztpraxis bietet sich auch die Möglichkeit eines Pollen-Cocktails für zu Hause an. Ob dieser ebenso effektiv wie eine Injektion ist, ist individuell abzuklären. Ebenso gibt es eine Hyposensibilisierung in Tablettenform. Das Medikament enthält Gräserpollen von Wiesenlieschgras. Die Einnahme sollte mindestens vier Monate vor der Gräserpollensaison beginnen und während der gesamten Gräserpollensaison fortgesetzt werden.
(Katharina Brellochs, MEDIZIN ASPEKTE, 03,08)

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