ADS - Das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom
Das Aufmerksamkeits – Defizit – Syndrom (ADS). Unter einem Aufmerksamkeits - Defizit - Syndrom versteht man ein ausgeprägt unaufmerksames Verhalten, das über einen längeren Zeitraum hinweg in mehreren Lebensbereichen in Erscheinung tritt. Ein ADS muss nicht zwangsläufig mit Hyperaktivität verbunden sein.
Man unterscheidet daher zwei Formen des Aufmerksamkeitsdefizits:
Gängigen Studien zur Folge leiden etwa 3 bis 10% der Bevölkerung an einer der Formen des Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms. Dabei entfallen ca. 3 - 6 % auf die 6 bis 18 - jährigen (3 - 4 % auf Kinder im Grundschulalter, ca. 2 % auf Jugendliche).
Auch bei Erwachsenen ist ein AD(H)S nicht wegzudiskutieren. Man geht davon aus, dass etwa 1% der erwachsenen Bevölkerung an AD(H)S leidet.
Historisch bekannt ist die Geschichte des Zappelphilipps, die erstmals im Jahre 1846 von Heinrich Hoffmann, einem Frankfurter Arzt, veröffentlicht wurde. Während man im Kinderbuch die Unarten noch belächelte, gab man sich in den nachfolgenden Jahren auf die Suche nach den Ursachen des „Zappelphilippsyndroms“.
Weshalb Kinder an ADS erkranken, ist bisher zwar vielfach untersucht allerdings noch immer nicht genau geklärt worden.
Diskutiert werden zum einen genetische Komponenten, da sich in Zwillingsstudien belegen ließ, dass insbesondere eineiige Zwillinge von dieser Symptomatik – sofern sie auftrat – gemeinsam betroffen waren.
Auch Ursachen, die im prä-, peri- und postnatalen Bereich werden nach wie vor diskutiert. Dazu zählen insbesondere Komplikationen während der Geburt und Unfälle des Säuglings, die sich auf den Kopfbereich beziehen, sowie Krankheiten des Säuglings im Bereich des zentralen Nervensystems, verursacht durch erhöhten Alkohol- und / oder Nikotinkonsum der Mutter, Infektionskrankheiten, usw.
Erziehungsdefizite, Reizüberflutungen, psychische Belastungen wie beispielsweise hohe Anforderungen der Familie / Gesellschaft, können eine entscheidende Rolle für die Ausprägung eines AD(H)S spielen.
Derzeit überwiegt der neurobiologischen / neurochemischen Ansatz der Ursachenforschung, welcher bei betroffenen Patienten ein Ungleichgewicht der Botenstoffe Serotonin, Dopamin und Noradrenalin im Gehirn als Ursache für die Entstehung eines Aufmerksamkeitsdefizits verantwortlich macht. Alle anderen Ansätze werden überwiegend als ergänzend zur Erklärung der ursächlichen Entstehung hinzugezogen. (Nicolas Gumpert, probleme-beim-lernen.de /Quelle: artikelweb.de 02/08)
Weitere interessante Links:
Man unterscheidet daher zwei Formen des Aufmerksamkeitsdefizits:
- ADS – Aufmerksamkeitsdefizit ohne Hyperaktivität
- ADHS – Aufmerksamkeitsdefizit mit Hyperaktivität
Gängigen Studien zur Folge leiden etwa 3 bis 10% der Bevölkerung an einer der Formen des Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms. Dabei entfallen ca. 3 - 6 % auf die 6 bis 18 - jährigen (3 - 4 % auf Kinder im Grundschulalter, ca. 2 % auf Jugendliche).
Auch bei Erwachsenen ist ein AD(H)S nicht wegzudiskutieren. Man geht davon aus, dass etwa 1% der erwachsenen Bevölkerung an AD(H)S leidet.
Historisch bekannt ist die Geschichte des Zappelphilipps, die erstmals im Jahre 1846 von Heinrich Hoffmann, einem Frankfurter Arzt, veröffentlicht wurde. Während man im Kinderbuch die Unarten noch belächelte, gab man sich in den nachfolgenden Jahren auf die Suche nach den Ursachen des „Zappelphilippsyndroms“.
Weshalb Kinder an ADS erkranken, ist bisher zwar vielfach untersucht allerdings noch immer nicht genau geklärt worden.
Diskutiert werden zum einen genetische Komponenten, da sich in Zwillingsstudien belegen ließ, dass insbesondere eineiige Zwillinge von dieser Symptomatik – sofern sie auftrat – gemeinsam betroffen waren.
Auch Ursachen, die im prä-, peri- und postnatalen Bereich werden nach wie vor diskutiert. Dazu zählen insbesondere Komplikationen während der Geburt und Unfälle des Säuglings, die sich auf den Kopfbereich beziehen, sowie Krankheiten des Säuglings im Bereich des zentralen Nervensystems, verursacht durch erhöhten Alkohol- und / oder Nikotinkonsum der Mutter, Infektionskrankheiten, usw.
Erziehungsdefizite, Reizüberflutungen, psychische Belastungen wie beispielsweise hohe Anforderungen der Familie / Gesellschaft, können eine entscheidende Rolle für die Ausprägung eines AD(H)S spielen.
Derzeit überwiegt der neurobiologischen / neurochemischen Ansatz der Ursachenforschung, welcher bei betroffenen Patienten ein Ungleichgewicht der Botenstoffe Serotonin, Dopamin und Noradrenalin im Gehirn als Ursache für die Entstehung eines Aufmerksamkeitsdefizits verantwortlich macht. Alle anderen Ansätze werden überwiegend als ergänzend zur Erklärung der ursächlichen Entstehung hinzugezogen. (Nicolas Gumpert, probleme-beim-lernen.de /Quelle: artikelweb.de 02/08)
Weitere interessante Links:
- Die Behandlung des ADS-Patienten
- 10 Goldene Regeln zum Thema ADHS
- ADHS - Wechselbad der Gefühle
- Genetische Varianten an Erkrankung maßgeblich beteiligt
- Informationspool zum Thema ADHS
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