Epilepsie - Medikamentöse Therapie

Mehr Leben, weniger Epilepsie - Neue Initiative für Epilepsiepatienten
Menschen mit Epilepsie haben heute eine große Chance auf ein Leben ohne wesentliche Einschränkungen – leider nehmen noch nicht alle Betroffenen diese Chance auch wahr. Ein neues ganzheitliches Programm „Mehr Leben, weniger Epilepsie“ möchte Patienten mit Epilepsie – die noch nicht anfallsfrei sind oder die unter Beeinträchtigungen durch Epilepsiemedikamente leiden – motivieren einen Spezialisten aufzusuchen, um ein unabhängiges und sicheres Leben mit der Krankheit zu erlernen. Sechs Monate erhalten die Betroffenen oder ihre Angehörigen ein Motivationsprogramm mit anschaulichen Informationen zur Krankheit sowie Tipps für konkrete Lebenssituationen – unabhängig von einer bestimmten medikamentösen Therapie. Darüber hinaus bietet das Programm konkrete Motivation und Hilfestellung für einen erfolgreichen Arztbesuch. Informationen zum kostenlosen Motivationsprogramm „Mehr Leben, weniger Epilepsie“ sind unter der Telefonnummer 0800 / 18 25 613 oder im Internet unter www.Epilepsie-gut-behandeln.de erhältlich.



Beinahe sieben von zehn Patienten könnten anfallsfrei sein (1) – es ist aber sehr wahrscheinlich, dass es weniger sind. Auch Patienten, die nahezu ohne Anfälle leben, leiden dennoch häufig unter Nebenwirkungen ihrer Epilepsie-Therapie. In einer aktuellen Studie wurden 173 Patienten mit einer guten Anfallskontrolle von Fachärzten untersucht. 67 Prozent der Patienten zeigten medikamentöse Beeinträchtigungen, die nicht unbedingt hingenommen werden müssen (2). Es ist daher wichtig, mit einem Epilepsie-Spezialisten – in der Regel ist das ein Neurologe – offen über diese Beeinträchtigungen zu sprechen und ihn darüber zu informieren. Nur so kann dieser deren Tragweite einschätzen und den Patienten bei der Gestaltung eines normalen Alltags durch eine moderne und angemessene Therapie unterstützen.

Schlüsselfragen beantworten
An dieser Stelle setzt die Initiative „Mehr Leben, weniger Epilepsie“ an. Als ersten wichtigen Schritt zu einem unabhängigen Leben werden Epilepsiepatienten zu einer erneuten Kontaktaufnahme mit einem Spezialisten angespornt. Das Info-Paket mit neuen Denkansätzen und Informationsmaterial motiviert Patienten, ihr Leben mit der Erkrankung neu zu überdenken.

Schlüsselfragen, die viele Menschen mit Epilepsie haben, werden beantwortet:
  • Muss ich mit den Anfällen und ihrem Einfluss auf meinen Alltag leben?
  • Warum denke ich manchmal, dass irgend etwas mit mir nicht stimmt?
  • Welche Unterstützung habe ich in meinem Kampf gegen die Krankheit?
  • Gibt es bessere Behandlungsmöglichkeiten für mich?

Das Paket enthält keine Informationen über konkrete Behandlungsmöglichkeiten, sondern informiert über das Krankheitsbild und gibt Hinweise für eine Neugestaltung des Alltagslebens. Persönliche Fälle und Geschichten erfolgreich behandelter Epilepsiepatienten machen Mut, die Krankheit aktiv zu bewältigen. Das Paket wird durch Themen wie Sicherheit im Alltagsleben, Arbeitswelt und Bewerbung, Sport und Reisen abgerundet.

Individuelle Informationen für Senioren, Frauen, Eltern
Mit Hilfe von Checklisten können sich Patienten konkret auf den Arztbesuch vorbereiten, um mit dem Neurologen ihre individuellen Vorstellungen und ihre Erwartung an die Behandlung zu besprechen. Dabei geht das Programm speziell auf verschiedene Patientengruppen ein und stellt diesen individuelle Informationen zur Verfügung. So werden die unterschiedlichen Bedürfnisse älterer Menschen mit Epilepsie, von epilepsiekranken Frauen und Männern oder Eltern betroffener Kinder berücksichtigt.

Darüber hinaus motiviert das Programm zur Führung von Patienten-Tagebüchern, in denen Datum, Uhrzeit, Dauer, Anfallstyp, Schweregrad und mögliche Auslöser des Anfalls dokumentiert werden können. Diese leisten einen wichtigen Anteil zur Einschätzung der eigenen Situation und unterstützen den Spezialisten bei der Auswahl des richtigen Medikaments.

Quellen:
(1) Eine Studie mit 423 Patienten zeigt, dass 7 von 10 Patienten mit ihrem ersten Medikament für mindestens 1 Jahr lang anfallsfrei waren.
Kwan & Brodie, 2000)
(2) Uijl et al., 2006

Herausgeber:
UCB GmbH
Alfred-Nobel-Straße 10
40789 Monheim


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