Allergene - Gefahr im Verborgenen
Viele Menschen haben eine Allergie. Insbesondere zur Zeit der Gräser- und Baumblüte brennen den Betroffenen die Augen und sie leiden an Kopfschmerzen oder ihre Nase "läuft". Allergiker reagieren überempfindlich auf bestimmte Stoffe aus der Umwelt, die nicht ohne Grund als "Allergene" bezeichnet werden. Auch eine der häufigsten Atemwegserkrankungen, das Asthma, kann allergisch bedingt sein. Man weiß heute, dass Asthma eine chronisch entzündliche Erkrankung der Bronchialschleimhaut ist, die ebenfalls mit einer Überempfindlichkeitsreaktion der Bronchien und einer darauf folgenden anfallsweisen Verengung der Atemwege einhergeht. Der typische trockene Husten, das erschwerte Atmen und das Engegefühl in der Brust treten gerade dann besonders stark auf, wenn der Asthmatiker mit bestimmten Allergenen in Kontakt kommt. Solche Allergene sind zum Beispiel Tierhaare oder Hausstaubmilben. Asthmatiker reagieren aber auch auf Blüten- oder Gräserpollen allergisch. Treffen sie auf die Bronchialschleimhaut, so kann es zum Asthmaanfall kommen. Vier von fünf asthmakranken Kindern und ein Großteil der betroffenen Erwachsenen haben ein solches allergisches Asthma.
Allergien können viele Ursachen haben
Das Spektrum möglicher Auslöser für asthmatische Beschwerden ist im Grunde genommen recht übersichtlich. Viele Asthmatiker reagieren auf Gräser- und Haselnusspollen allergisch. Der Haselnuss-Strauch hatte im vergangenen Monat seine Hauptblüte. Im April und Mai blühen Hainbuche, Pappel, Weide, Ulme, Esche und Birke. Die Asthmabeschwerden können sich während dieser Zeit drastisch verschlechtern. Eine strikte Allergenkarenz, also das Meiden dieser Allergene, gehört in jenen Tagen zum A und O des Asthmamanagements. In diesem Sinne ist es hilfreich, sich täglich die Haare zu waschen und das Fenster möglichst geschlossen zu halten. In aller Regel muss zudem die medikamentöse Behandlung den wechselnden Beschwerden entsprechend angepasst werden.
Allergien: Richtig handeln beim Asthmaanfall
Im schlimmsten Fall können Allergene einen schweren Atemnot-Anfall auslösen. Damit die erforderliche Hilfe fachgerecht und vor allem rechtzeitig erfolgen kann, sollten auch die Familienmitglieder eines Asthmakranken gut mit den Symptomen eines drohenden Asthma-Anfalls vertraut sein und sich in der Lage fühlen, unverzüglich medikamentöse Gegenmaßnahmen einzuleiten. Der Betroffene soll trinken, damit der Schleim dünnflüssig bleibt. Um jeglichen Stress zu vermeiden, muss er sich entspannen. Notfalls kann die "Lippenbremse", das "gepresste" Ausatmen mit gespitzten Lippen und aufgeblähten Wangen, die Atemnot lindern. Bei schwerer Atemnot und ausbleibender Besserung trotz wiederholter Inhalation des Notfallmedikamentes ist unverzüglich der Notarzt zu rufen. Bei einem akut lebensbedrohlichen Asthma-Anfall muss Cortison als Zäpfchen oder Tablette verabreicht werden. Diese Medikamente befinden sich in der Notfallapotheke eines jeden Asthmatikers. Es ist wichtig, all diese Maßnahmen wenigstens einmal vorher zu trainieren und vor allem die ärztlichen Anweisungen für das Handeln in solchen Situationen sicher zu beherrschen.
Optimal therapieren
Mit dem Wechsel der Jahreszeiten oder einem Wetterumschwung geht also oft eine Verschlechterung der Asthmabeschwerden einher. In diesem Fall ist es erforderlich, die medikamentöse Behandlung den Krankheitsschweregraden anzupassen. Verschlimmern sich die Beschwerden, müsste der Betroffene ein zusätzliches Medikament oder eine höhere Dosis als die normalerweise übliche erhalten. In Zeiten relativer Beschwerdefreiheit würde eine Verringerung der normalen Dosis sinnvoll sein. Dabei darf die Inhalation der Medikamente jedoch nicht völlig abgesetzt werden. Andernfalls kann sich die dem Asthma zugrunde liegende Entzündung weiter verschlimmern, und die krankhafte Veränderung der Bronchialschleimhaut schreitet fort. Einige Kombinationsmedikamente, die einen Entzündungshemmer und einen Atemwegserweiterer zugleich enthalten, erlauben gerade unter diesem Gesichtspunkt eine besonders optimale Behandlung: Nach einem so genannten "Asthmakontrollplan" inhaliert der Asthmatiker zu jeder Jahreszeit immer genau die Dosis, die seinem aktuellen Beschwerdegrad angepasst ist. Dabei nimmt er stets soviel Wirkstoff wie nötig, aber gleichzeitig so wenig wie möglich zu sich. Natürlich muss ein solches Verfahren stets genau mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.
Verschiedene Schweregrade
Glücklicherweise gibt es heutzutage eine Vielzahl von Kriterien, die eine verlässliche Bewertung des Asthmaschweregrades erlauben. Sie führten zu einer mehrstufigen Einteilung der Asthmaschweregrade, die gleichzeitig ein ebenso mehrstufiges Behandlungsschema des Asthma bronchiale begründet. Die Einteilung in Asthmaschweregrade richtet sich dabei nach dem Ausmaß und der Häufigkeit der Beschwerden sowie nach der individuellen Lungenfunktion. Letztere kann leicht mit Hilfe eines bestimmten Parameters, des so genannten Peak-Flows, von jedem Asthmatiker problemlos selbst bestimmt werden.
*Die Abkürzung geht auf die englische Bezeichnung Peak Exspiratory Flow zurück und kann als "Spitzenfluss der Ausatmung" übersetzt werden. Er entspricht dem maximalen Luftstrom während einer kurzen und kräftigen Ausatmung. Diese hängt unmittelbar vom Durchmesser der Atemwege ab. Je höher der PEF-Wert, desto weiter sind die Atemwege und desto geringer sind die Asthmabeschwerden.
Entsprechend den Asthmaschweregraden des Betroffenen wird der Arzt eine ganz bestimmte angepasste Behandlung einleiten. Ab Schweregrad 2 werden in der Regel starke Entzündungshemmer wie inhalative Glukokortikoide als Dauermedikation verschrieben. Bei mittelgradigem Asthma gesellen sich auf jeden Fall lang wirksame Atemwegserweiterer, so genannte Beta-2-Sympathomimetika, hinzu. Das schwere Asthma erfordert besonders hohe Dosen dieser Wirkstoffe und eventuell eine zusätzliche Gabe von Glukokortikoid-Tabletten. Natürlich wird die Notfallmedikation - ein schnell wirksames Beta-2-Sympathomimetikum - Asthmatikern aller Schweregrade verschrieben.
Allergien können viele Ursachen haben
Das Spektrum möglicher Auslöser für asthmatische Beschwerden ist im Grunde genommen recht übersichtlich. Viele Asthmatiker reagieren auf Gräser- und Haselnusspollen allergisch. Der Haselnuss-Strauch hatte im vergangenen Monat seine Hauptblüte. Im April und Mai blühen Hainbuche, Pappel, Weide, Ulme, Esche und Birke. Die Asthmabeschwerden können sich während dieser Zeit drastisch verschlechtern. Eine strikte Allergenkarenz, also das Meiden dieser Allergene, gehört in jenen Tagen zum A und O des Asthmamanagements. In diesem Sinne ist es hilfreich, sich täglich die Haare zu waschen und das Fenster möglichst geschlossen zu halten. In aller Regel muss zudem die medikamentöse Behandlung den wechselnden Beschwerden entsprechend angepasst werden.
Allergien: Richtig handeln beim Asthmaanfall
Im schlimmsten Fall können Allergene einen schweren Atemnot-Anfall auslösen. Damit die erforderliche Hilfe fachgerecht und vor allem rechtzeitig erfolgen kann, sollten auch die Familienmitglieder eines Asthmakranken gut mit den Symptomen eines drohenden Asthma-Anfalls vertraut sein und sich in der Lage fühlen, unverzüglich medikamentöse Gegenmaßnahmen einzuleiten. Der Betroffene soll trinken, damit der Schleim dünnflüssig bleibt. Um jeglichen Stress zu vermeiden, muss er sich entspannen. Notfalls kann die "Lippenbremse", das "gepresste" Ausatmen mit gespitzten Lippen und aufgeblähten Wangen, die Atemnot lindern. Bei schwerer Atemnot und ausbleibender Besserung trotz wiederholter Inhalation des Notfallmedikamentes ist unverzüglich der Notarzt zu rufen. Bei einem akut lebensbedrohlichen Asthma-Anfall muss Cortison als Zäpfchen oder Tablette verabreicht werden. Diese Medikamente befinden sich in der Notfallapotheke eines jeden Asthmatikers. Es ist wichtig, all diese Maßnahmen wenigstens einmal vorher zu trainieren und vor allem die ärztlichen Anweisungen für das Handeln in solchen Situationen sicher zu beherrschen.
Optimal therapieren
Mit dem Wechsel der Jahreszeiten oder einem Wetterumschwung geht also oft eine Verschlechterung der Asthmabeschwerden einher. In diesem Fall ist es erforderlich, die medikamentöse Behandlung den Krankheitsschweregraden anzupassen. Verschlimmern sich die Beschwerden, müsste der Betroffene ein zusätzliches Medikament oder eine höhere Dosis als die normalerweise übliche erhalten. In Zeiten relativer Beschwerdefreiheit würde eine Verringerung der normalen Dosis sinnvoll sein. Dabei darf die Inhalation der Medikamente jedoch nicht völlig abgesetzt werden. Andernfalls kann sich die dem Asthma zugrunde liegende Entzündung weiter verschlimmern, und die krankhafte Veränderung der Bronchialschleimhaut schreitet fort. Einige Kombinationsmedikamente, die einen Entzündungshemmer und einen Atemwegserweiterer zugleich enthalten, erlauben gerade unter diesem Gesichtspunkt eine besonders optimale Behandlung: Nach einem so genannten "Asthmakontrollplan" inhaliert der Asthmatiker zu jeder Jahreszeit immer genau die Dosis, die seinem aktuellen Beschwerdegrad angepasst ist. Dabei nimmt er stets soviel Wirkstoff wie nötig, aber gleichzeitig so wenig wie möglich zu sich. Natürlich muss ein solches Verfahren stets genau mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.
Verschiedene Schweregrade
Glücklicherweise gibt es heutzutage eine Vielzahl von Kriterien, die eine verlässliche Bewertung des Asthmaschweregrades erlauben. Sie führten zu einer mehrstufigen Einteilung der Asthmaschweregrade, die gleichzeitig ein ebenso mehrstufiges Behandlungsschema des Asthma bronchiale begründet. Die Einteilung in Asthmaschweregrade richtet sich dabei nach dem Ausmaß und der Häufigkeit der Beschwerden sowie nach der individuellen Lungenfunktion. Letztere kann leicht mit Hilfe eines bestimmten Parameters, des so genannten Peak-Flows, von jedem Asthmatiker problemlos selbst bestimmt werden.
*Die Abkürzung geht auf die englische Bezeichnung Peak Exspiratory Flow zurück und kann als "Spitzenfluss der Ausatmung" übersetzt werden. Er entspricht dem maximalen Luftstrom während einer kurzen und kräftigen Ausatmung. Diese hängt unmittelbar vom Durchmesser der Atemwege ab. Je höher der PEF-Wert, desto weiter sind die Atemwege und desto geringer sind die Asthmabeschwerden.
Entsprechend den Asthmaschweregraden des Betroffenen wird der Arzt eine ganz bestimmte angepasste Behandlung einleiten. Ab Schweregrad 2 werden in der Regel starke Entzündungshemmer wie inhalative Glukokortikoide als Dauermedikation verschrieben. Bei mittelgradigem Asthma gesellen sich auf jeden Fall lang wirksame Atemwegserweiterer, so genannte Beta-2-Sympathomimetika, hinzu. Das schwere Asthma erfordert besonders hohe Dosen dieser Wirkstoffe und eventuell eine zusätzliche Gabe von Glukokortikoid-Tabletten. Natürlich wird die Notfallmedikation - ein schnell wirksames Beta-2-Sympathomimetikum - Asthmatikern aller Schweregrade verschrieben.

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