Schuppenflechte

Mediziner der Hufeland-Klinik Bad Ems setzen auf sanfte Therapie

Die Haut weist rote Flecken auf und ist mit silberweißenSchuppen bedeckt: Die Psoriasis (Schuppenflechte) isteine der häufigsten Hauterkrankungen. In Deutschland sind rund zweibis drei Prozent der Bevölkerung davon betroffen. Die Krankheit istchronisch und verläuft in Schüben. Was einen Schub auslöst, istindividuell verschieden: Entzündungen, Stress, Nikotin und Alkoholkönnen das Ausbrechen der Krankheit begünstigen. In der AbteilungNaturheilverfahren der Hufeland-Klinik Bad Ems behandeln Dermatologenund Internisten gemeinsam seit vielen Jahren Patienten, die unterSchuppenflechte leiden.

 

Priv.-Doz. Dr. Rainer Brenke, Chefarzt der AbteilungNaturheilverfahren, und sein Team setzen dabei auf einen Mixunterschiedlicher Naturheilverfahren: "Hydrotherapie, wie zumBeispiel Kneipp'sche Güsse, härten die Haut ab. Bewährt haben sichaußerdem Auflagen und Wickel, Ölbäder und Bäder mit dem Salz desToten Meeres. Regelmäßige Saunabesuche sind unbedingt zu empfehlen,weil dadurch die Haut besser durchblutet wird, die Neigung zuInfekten sinkt und Gelenkbeschwerden gelindert werden", erläutertBrenke. Auch verschiedene Varianten der UV-Therapie sowie eineBehandlung mit Interferenz-Strom bieten sich bei einzelnenErscheinungsformen der Krankheit an. Krankengymnastik undBewegungsbad sind außerdem unverzichtbare Bestandteile der Therapie.Bei einem akuten Schub hilft auch Akupunktur, um den Schmerz in denGelenken zu lindern. Sinnvoll ist auf jeden Fall, seine Ernährungnach einer einleitenden Fastentherapie dauerhaft umzustellen und aufAlkohol sowie Nikotin zu verzichten. Autogenes Training, ProgressiveMuskelrelaxation nach Jacobson, Atemfeedback und Einzelgesprächehelfen darüber hinaus, mit der Krankheit umzugehen. Denn neben denBeschwerden leiden Betroffene auch unter psychischen Folgen, weilviele glauben, ihre schuppige Haut wirke auf andere Menschenabstoßend.

 

Brenke: "Schuppenflechte ist leider eine Krankheit, die noch nichtheilbar ist. Naturheilverfahren helfen aber dabei, die Symptome zulindern und die Krankheit zu akzeptieren."

(ots)


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